„Der beste Mehrwert, den eine Marke bieten kann, ist ihre Differenzierungskraft.“

Buchrezension bei Amazon

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„Es geht darum, dem Kunden etwas zu geben, was er haben möchte, von dem er aber nie wusste, dass er es suchte und von dem er sagt, dass er es schon immer wollte, wenn er es schließlich bekommt.“ soll Prof. Franz Liebl gesagt haben. Doch wie geht das? Die Antwort lautet: mit erfolgreicher Markendifferenzierung!

Das Buch kommt gewichtig – in einem noch handlichen Format – daher und macht zuerst einen eher nüchternen Eindruck, ganz wie es sich für ein Marketing-Fachbuch gehört. Dem Herausgeber ist es jedoch gelungen, zwei Dutzend Autoren zu gewinnen, die in gut strukturierten und illustrierten Artikeln ein sehr vielseitiges und buntes Spektrum des „state of the art“ der Markendifferenzierung aufzeigen.

Wissenschaftliche Fachartikel werden abgerundet durch Beiträge aus der Marketing- und Managementpraxis. Die Autoren kommen überwiegend aus dem deutschsprachigen Kulturraum. Unter ihnen so schillernde Persönlichkeiten wie Amir Cassaei und Samy Deluxe. Diverse Fallstudien geben einen detaillierte Einblick in die Orchestrierung des Instrumenten-Mix für eine erfolgreiche Markendifferenzierung.

Neben historischen Abrissen zur Markenentwicklung stehen eher marketing-theoretische Abhandlungen und Best-Practice-Beispiele, die unterschiedliche Ansätze einer Markendifferenzierung aufzeigen. Es geht dabei um Themenbereiche wie „Positionierung per USP“, „Differenzierung in der Konzeptphase“ aber auch „Machtfaktor Konsumentendemokratie und Web 2.0“, „Guerillamarketing mit Low-Budget“ oder „Mensch und Marke“.

In dem vorliegenden Werk werden alle relevanten Aspekte einer zeitgemäßen Markenführung beleuchtet. Es wendet sich an alle Leser, die sich professionell mit Marken auseinandersetzen. Die einzelnen Texte wirken sehr fundiert und kompetent. In der Regel sind sie mit ausführlichen Literaturhinweisen und Quellenangaben versehen.

Die verwendete Sprache ist – je nach Autor – mal trocken, langatmig, verschachtelt und faktisch mal bildhaft, kurz und knackig. Einem bibliophilen Designer fallen die unzureichende Darstellungsqualität einiger Abbildungen, Fehlerteufel und die unterschiedlichen Laufweiten des Schriftbildes einiger Artikel auf. Alles in allem aber durchaus ohne Motivationsverluste lesbar.

Durchgängig wird deutlich, dass Markenentwicklung und -führung heutzutage eine extrem facettenreiche Disziplin ist, die sehr viele innere und äußere Erfolgsfaktoren verstehen und beherrschen muss. Nichts scheint so wichtig wie eine kreative Unternehmerschaft kombiniert mit einer langfristigen Produktpolitik und einem schlagkräftigen Innovations-Management.

Den Worten der Autoren Cassaei und Deluxe folgend: Nichts ist stärker als eine starke Idee und dabei authentisch sein – und bleiben!

Joerg Kilian, kilde communications, Dezember 2010

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GUTER STOFF

Okay, der Titel ist ein wenig sperrig: Erfolgreiche Markendifferenzierung – Strategie und Praxis professioneller Markenprofilierung! Das würde ich als Texter etwas, nun ja… spannender formulieren. Aber hey, don’t judge a book by its cover. Der Inhalt bringt Spaß.

Allein die Auswahl von Samy Deluxe als Referent macht mich als Hamburger Jung happy. Und dieses Fachbuch ist anders als andere Fachbücher. Weniger trocken und abgehoben, dafür zeitgemäßer und relevanter. Und unterhaltsamer. So ist Amir immer für eine Vision oder Provokation gut und Horst Schlämmer nach wie vor ein Top-Case. Aber auch bei dem netten Herrn von Edeka (der von Stangensellerie träumt statt von Macht, Geld und Sex), oder bei dem Rückenguru mit Literaten-Brille (dessen Fitnesskette stramm Haltung zeigt) – nicht nur die jeweilige Schreibe gefällt, man merkt den einzelnen Beiträgen auch an, wie die Marke und der Mensch dahinter ticken.

Wertvolle Einsichten und Erkenntnisse finden sich da, auch und besonders für Kreative. Sowas sollten mehr Leute aus Unternehmen und Agenturen lesen. Also, liebe Marketingmenschen und Werbefuzzis, vergesst endlich Eure Mefferts und Ogilvys und Willkommen im neuen Jahrtausend. Der neue Görg gehört auf jeden Marketingmanager-Schreibtisch, gleich neben Eure Blackberrys, iphones und Montblanc Meisterstücke. So gesehen gehen dann auch die nicht unüppigen 59,95 in Ordnung.

von TEXTER, 15.8.2010

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Interview mit Ulrich Görg zum Thema Markendifferenzierung in Horizont, Ausgabe 21/2010 vom 27.5.2010

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